ESIEE Ingenieur-Schule, Paris, Frankreich

ESIEE führt in den letzten paar Jahren Linux in seiner IT-Infrastruktur auf mehreren Ebenen ein.

Der erste Teil ist die Migration von HP/UX-Workstations, die für Anwendungs-spezifische Aufgaben verwendet werden – wie elektrische Design-Werkzeuge und mathematische Software – auf standardisierte PCs unter Linux. Derzeit wurden 75% der Workstations ersetzt. Die letzten 25% werden ersetzt, sobald der Hersteller der elektrischen CAD-Software seine Anwendungen auf Linux portiert hat.

Der zweite Teil ist die Einführung von Debian als dual-Boot-System auf den Computern, zu denen die Studenten Zugriff haben. Das Ziel der Einführung ist es, höhere Flexibilität für die Planung von Stunden zu bringen, da Linux sowohl HP/UX-Workstations für wissenschaftliche Aufgaben als auch Windows-Computer für Internet-Zugriff und Büroarbeiten ersetzten kann. Der dritte Teil ist die Migration von HP/UX, Banyan Vines und Windows NT auf Debian-basierte Linux-Systeme. Der Umstieg wurde beschleunigt, als beschlossen wurde, die alternde Banyan-Lösung mit einem LDAP/Samba-Konto-System auf den Windows-Computern, die von Studenten und den Mitarbeitern der Schule genutzt werden können, zu ersetzten. Das langfristige Ziel ist es, so viele Windows-Computer wie möglich zu ersetzen, sogar für das administrative Personal.

Debian wurde für seine leichte Administration und Installation durch die Verwendung von .debs und FAI ausgewählt, die es erlauben, Labore mit 12 Computern innerhalb von 20 Minuten ohne die Notwendigkeit einer CD oder einer Diskette und ohne Interaktion eines Benutzers zu installieren. Die Erstellung von Paketen aus Hersteller-Binärprogrammen ermöglicht einen leichten, konsistenten und schnellen Weg zur Installation der gleichen Software auf rund 200 Computern, die für wissenschaftliche Aufgaben genutzt werden.