Willkommen zur 37. Ausgabe der DWN in diesem Jahr, dem wöchentlichen Newsletter der Debian-Gemeinschaft. Wouter Verhelst bemerkte, dass die Fehlerdatenbank ein neues Layout erhalten habe und sogar Cascading Style Sheets wie die Haupt-Webseite verwende. In einem Artikel schlug Ian Murdock Debian vor, sich auf einen engen Veröffentlichungszyklus zu konzentrieren und die wachsende Familie von Debian-Abkömmlingen vereint zu halten.
Debian UK Society. Im März gab Steve McIntyre die Pläne, die Debian UK Society zu gründen, bekannt. Es gab allerdings einigen Unmut darüber und über den Verkauf auf Ausstellungen, was zu einer großen Diskussion führte. Branden Robinson habe bereits an einer widerrufbaren Markenzeichen-Konzession für Debians Namen und Logos für die Verwendung von örtlichen karitativen Tochtergesellschaften gearbeitet.
Wert von Debian GNU/Linux. Die Veröffentlichung Measuring
Libre Software
(Vermessung Freier Software) untersucht die Größe der
Quellpakete in Debian 3.1, berechnet die Größe von Sarge (nahezu 230 Millionen
Quellcode-Zeilen), untersucht die Verwendung der verschiedenen
Programmiersprachen, in der die Software geschrieben wurde, und ermittelt die
Größe der in der Distribution enthaltenen Pakete. Sie schätzt mit einer
klassischen und gut bekannten Kostenmethode (COCOMO) auch die Kosten, die benötigt würden,
etwas in der Größenordnung von Debian von Grund auf neu zu erzeugen, auf über
8 Milliarden US-Dollar.
Testing-Sicherheit unterstützen. Joey Hess gab den Beginn der vollen Sicherheitsunterstützung für Debians Testing-Distribution bekannt. Das Debian Testing-Sicherheitsteam habe das letzte Jahr damit verbracht, das Team aufzubauen und die Infrastruktur zu erstellen. Gutachten für Sicherheitskorrekturen werden nur für Aktualisierungen bekanntgegeben, die über das neue Depot verfügbar seien und Testing nicht über die normale Migration von Unstable erreichten.
Betreuung durch Teams. Wolfgang Borgert schlug als Ergebnis vieler Diskussionen auf der DebConf5 vor, alle Pakete durch Teams zu betreuen und Projekte unter Alioth zu starten. John Goerzen mochte die Idee, empfahl aber, zu einem mehr BSD-artigen Ansatz zu wechseln, bei dem jeder Entwickler Änderungen zu jedem Paket einpflegen könne.
Alte Dokumentations-Links. Joey Hess identifizierte 497 Pakete, die immer noch Code in ihrem
postinst-Skript enthielten, um Links in /usr/doc/
zu erzeugen, was seit 2002 ein Fehler sein sollte. Ein Neukompilieren der
meisten mit einer aktuellen Version von debhelper werde den Code
entfernen. Henning Makholm fügte
hinzu, dass mehrere dieser Pakete verwaist seien, ohne dass der
Betreuer-Eintrag auf das QA-Team gesetzt sei.
Planet Debian
mittels Mailingliste? Christoph Berg fragte
nach einer Mailingliste, um den
gesammelten Inhalt von Planet Debian
zu verteilen. Das Anbieten dieses Dienstes würde die Bedeutung von
Planet Debian für die Debian-Kultur würdigen. Tollef Fog Heen jedoch wollte
nicht, dass seine Eingaben irgendwo in einem öffentlichen E-Mail-Archiv
endeten.
Ausführbare Beispieldateien. Jörg Sommer schlug
vor, dass eine Beispieldatei ausführbar sein sollte.
Clint Adams argumentierte, dass die Datei in /usr/bin liegen
müsse, um ausführbar zu sein. Marcelo Magallon empfahl
ein Wrapper-Skript zu schreiben, das das Beispiel stattdessen ausführe.
Sponsorplattform für Debian-Pakete. Neil McGovern kündigte sponsors.debian.net an, was beabsichtige, angehenden Debian-Entwicklern zu helfen, einen Sponsor für die Pakete, die sie betreuten, zu finden. Der Web-Auftritt unterstütze automatische Aktualisierungen von intent-to-package-Fehlern, wenn das Paket hochgeladen worden sei, und die Benachrichtigung von Betreuern, wenn ein Paket gesponsert worden sei.
Paketversionierung von Beta-Versionen. Lars Bahner bemerkte, dass die endgültige Version eines Paketes mit niedrigerer Versionsnummer angesehen werde als die Beta-Version und fragte sich, wie man damit umgehe. Robert Collins schlug vor, den niedrig priorisierten Tilde-Trenner in solchen Fällen zu verwenden, obwohl es für die aktuelle Version bereits zu spät und dieser Trenner auch noch nicht verfügbar sei.
Nur Quellpakete hochladen. Sven Luther empfahl alle Pakete durch das buildd-Netzwerk zu bauen. Wouter Verhelst erwiderte, dass viele Entwickler ihre Pakete nicht einmal testen würden, wenn das Hochladen von reinen Quellpaketen erlaubt wäre. Henrique Holschuh hatte die Idee, dies zu umgehen, indem die vom Betreuer bereitgestellten Pakete verworfen würden und der Buildd sie erneut kompilierte.
Benutzermarken für Fehlerberichte. Anthony Towns kündigte die Verfügbarkeit von Benutzermarken für die Fehlerdatenbank an und erklärte Anwendungen und Wege zum Anzeigen von Fehlern entsprechend den angegebenen Marken. Marc Brockschmidt fügte solche Marken hinzu, um QA-bezogene Fehler leichter verfolgen zu können.
Aktualisierungen zur Systemsicherheit. Die alte Leier! Wer die folgenden Pakete einsetzt, sollte sie der Sicherheit wegen auf den neuesten Stand bringen:
Einen Blick wert. Die folgenden Pakete wurden kürzlich dem Debian-Unstable-Archiv hinzugefügt oder enthalten wichtige Aktualisierungen.
Verwaiste Pakete. Fünf Pakete wurden diese Woche aufgegeben
und benötigen einen neuen Betreuer. Damit gibt es insgesamt 184 verwaiste
Pakete. Vielen Dank an die bisherigen Betreuer, die ihre Zeit für alle zur
Verfügung gestellt und damit das Konzept Freie Software
unterstützt haben.
Die vollständige Liste finden Sie auf den
WNPP-Seiten. Fügen Sie bitte eine Notiz zum
Fehlerbericht hinzu und benennen Sie ihn in ITA: um, wenn Sie eines dieser
Pakete übernehmen wollen.
Entfernte Pakete. 17 Pakete sind während der letzten Woche aus dem Debian-Archiv entfernt worden:
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Diese Ausgabe der wöchentlichen Debian-Nachrichten wurde von Jesus Gonzalez-Barahona und Martin 'Joey' Schulze erstellt.
Sie wurde von Helge Kreutzmann und Jens Seidel übersetzt.